Beim gutbesuchten März-VLS-Stammtisch ging es sofort um Forschungsmöglichkeiten in Tirol. Helga und Horst Bast mit jahrzehntelangen Erfahrungen mit Tiroler Forschungen erläuterten, dass heute keiner mehr nach Innsbruck ins Tiroler Landesarchiv fahren muss, um dort nach Vorfahren in den Tiroler Kirchenbüchern zu suchen. Das TLA, wie das Tiroler Landesarchiv in Fachkreisen genannt wird, ist mit seinen Matriken online. Matriken ist in Österreich und in einigen anderen europäischen Ländern die Bezeichnung für Geburts-, Heirats- und Sterbeeinträge in den Kirchenbüchern der Ortspfarreien. In Österreich sind sie bis 1939 die amtlichen Standesamtsunterlagen. Im TLA sind diese Matriken heute online kostenlos unter den Tiroler Orten einsehbar. Es gelten die entsprechenden Schutzfristen für Personenstandsbücher. Es wurde auch über die entsprechenden Online-Plattformen MyHeritage, Ancestry, FamilySearch, Matricula Online und Archion diskutiert. Die meisten davon sind kostenpflichtig. Dank dieser Online-Suche ist es heute viel einfacher und auch kostengünstiger, seine Vorfahren zu erforschen. Man braucht keine längeren Forschungsreisen zu unternehmen und kann bequem von zu Hause seine Forschungen durchführen. Zeit und Geduld sind noch immer erforderlich, um die auftretenden Schwierigkeiten bei der Ahnensuche zu meistern.

Auch die KI-Nutzung und ihre Einsatzmöglichkeiten waren ein Thema. Bei der Nutzung von KI ist es wichtig, dass man die Ergebnisse, die sie anhand vorhandener Quellen aus dem Internet zusammenstellt, auf Fehler kontrolliert. Es ist ja nur eine „Maschine“, die zwar immer besser wird, aber nur so gut ist, wie sie die Zusammenhänge der Informationen bearbeiten kann.

Zum Abschluss des kurzweiligen März Stammtisches wurde noch über den

„Tag der offenen Tür“ des Vereins für Landeskunde im Saarland e.V.

am 19. April 2023 in der VLS-Geschäftsstelle im Bahnhof in St. Wendel von 10.00 bis 16.00 Uhr unter den Teilnehmern gesprochen. Der Termin wurde sofort im Terminkalender notiert.