Transformation und Konversion von 120 Hektar Bergbauflächen zum „Campus Göttelborn“

Lade Veranstaltungen

Exkursion mit Frank Lichtlein und Delf Slotta

Mit der Schließung des Bergwerks Göttelborn-Reden im Jahr 2000 fielen auch am Grubenstandort Göttelborn 120 Hektar Bergbauflächen weg. Es war Zeit für einen Strukturwandel! Die Landesregierung gründete die Industriekultur Saar GmbH mit dem Ziel, neue Arbeitsplätze auf alten Industrieflächen zu schaffen. Dabei sollen Aspekte wie Ökonomie, Arbeit, Kultur und Landschaft in einem ganzheitlichen und interdisziplinären Prozess miteinander verbunden werden. Göttelborn ist ein Beispiel dafür.

Das gesamte Grubengelände der RAG wurde in den Landesbesitz übernommen, um die Flächen, die aus Gebäuden, Verkehrsinfrastrukturen und großen Entsorgungsbereichen bestehen, transformieren und konvertieren zu können. Heute, 23 Jahre nach Beendigung des Bergbaus am Standort Göttelborn, bieten die Tagesanlagen der früheren Grube ein vielfältiges Bild. Einige Teile des Areals präsentieren sich in neuem Gewand, während auf anderen Teilen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Während des Rundgangs werden wir uns die Betriebsgebäude, Halden- und Siedlungsbereiche ansehen. Wir suchen nach Gründen für den aktuellen Zustand des Campus Göttelborn.

Im Bewusstsein der gesamten Gesellschaft ist angekommen, dass das Wirtschaften und Zusammenleben deutlich herausfordernder geworden sind. Viele aktuelle, krisenhafte Entwicklungen verlaufen gleichzeitig und beeinflussen sich gegenseitig. Dazu gehören die demografische Entwicklung, die Klimakrise, die allgemeine Digitalisierung mit dem Vormarsch sogenannter künstlicher Intelligenz, der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen wirtschaftlichen Verwerfungen, die weltweiten Migrationsbewegungen und noch einige andere.

Den dadurch ausgelösten Transformationen möchte Frank Lichtlein gemeinsam mit den Exkursionsteilnehmer:innen nachspüren.
Und zwar nicht in einem Vortrag, sondern direkt vor Ort, im direkten Austausch mit Menschen, die bereits konkret an und in der Transformation arbeiten, am Ort des Geschehens – soweit das möglich ist. Wir werden verschiedene gesellschaftlichen Bereiche, unterschiedliche Wirtschaftssektoren mit unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Manchmal ist es auch notwendig, nicht nur zu beschreiben, worum es geht, sondern auch deutlich zu machen, worum es nicht geht: Es geht nicht darum, ob wir uns z.B. der Digitalisierung, der Demografie oder dem Klimawandel entziehen können, sondern wie wir damit umgehen.

Ansprechpartner: Frank Lichtlein 0681 9062620 | post@moderne-exkursionen.de
Gutes Schuhwerk wird empfohlen. Die Tour ist kostenlos.
Treffpunkt: „Campus Göttelborn“ am „Parkplatz Rundweg Bergehalde“ nahe dem Hydac-Werk Göttelborn

Nach oben