Krieg und Frieden in den Bildmedien
mit Prof. Dr. Rolf Sachsse
Wie zeigen Bilder Krieg und Gewalt? Und welchen Wahrheitsanspruch haben sie? Diesen Fragen widmet sich Prof. Dr. Rolf Sachsse in seinem Vortrag „Hin- oder Wegsehen? Krieg und Frieden in den Bildmedien“ im Historischen Museum Saar. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Volkshochschule Regionalverband Saarbrücken statt.
Die Darstellung von Krieg und menschlichem Leid beschäftigt Künstlerinnen und Künstler seit Jahrhunderten. Schon frühe Felszeichnungen lassen sich als Abbildungen kriegerischer Handlungen deuten. Im 18. Jahrhundert gehörten aufwendige Marine- und Schlachtenbilder zu den teuersten Werken der Malerei. Mit der Fotografie kam der Anspruch hinzu, Kriegsgeschehen möglichst wirklichkeitsgetreu zu dokumentieren und über die Realität kriegerischer Auseinandersetzungen aufzuklären. Doch können Bilder tatsächlich die Wahrheit zeigen? Prof. Dr. Rolf Sachsse geht dieser Frage anhand von Beispielen aus verschiedenen Jahrhunderten nach – von den frühen Kriegsaufnahmen Roger Fentons aus dem Krimkrieg bis zu den Fotografien von Anja Niedringhaus aus Afghanistan.
Rolf Sachsse, 1949 in Bonn geboren, ist Fotograf, Autor, Künstler und Kurator. Nach einer Fotografenlehre studierte er Kunstgeschichte, Kommunikationsforschung und Literaturwissenschaft und promovierte 1983 zur Fotografiegeschichte. Er lehrte an europäischen Kunsthochschulen und war Professor für Fotografie und elektronische Bildmedien in Krefeld. Von 2004 bis 2017 lehrte er Designgeschichte und Designtheorie an der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken. Von 2013 bis 2017 war er dort Prorektor für Lehre und Wissenschaft.
8,00 Euro, Karten an der Abendkasse oder über www.vhs-saarbruecken.de (AU2514).

