Der zivile Flügel des 20. Juli 1944 im Dreieck Rhein-Main, Saarland und dem Elsass
mit Dr. Ludger Fittkau, Marie-Christine Werner und Christoph Kossmann
Ludwig Bergsträsser, gebürtiger Elsässer, war ein enger konspirativer Mitstreiter des ehemaligen hessischen SPD-Innenministers Wilhelm Leuschner gegen Hitler. Damit gehörte er wie der Eppelborner Bartholomäus Koßmann zum weitgehend katholisch und gewerkschaftlich geprägten Flügel des Umsturzversuchs vom 20. Juli 1944 gegen die Nazis – dem Widerstandskreis „Goerdeler/Leuschner/Kaiser“.
Bergsträssers bisher unveröffentlichte Tagebuchaufzeichungen aus der NS-Zeit machen deutlich, wie wichtig die Verbindungen der Konspirateure ins Saarland – zumindest bis zur Volksabstimmung 1935 – und anschließend bis zum Kriegsende vor allem ins nahegelegene Elsass waren. Immer wieder reichten die Widerstandsaktivitäten über die Grenzen Nazideutschlands hinaus. Oppositionszeitungen wurden über den Rhein geschmuggelt, man traf sich etwa unter dem Isenheimer Altar in Colmar. Noch kurz vor dem 20. Juli 1944 gab es ein Geheimtreffen im Elsass.
Marie-Christine Werner und Dr. Ludger Fittkau (freier Publizist) haben im vergangenen Jahrzehnt zum Widerstand gegen Hitler entlang der Grenze zu Frankreich geforscht und publiziert. Gemeinsam sind sie auf den Spuren von Julius Leber ins Elsass gereist. Im Marburger Schüren- Verlag wurden überdies zu den neuesten Forschungen Fittkaus 2026 zwei neue Bücher veröffentlicht. Christoph Kossmann ist Bartholomäus Koßmanns Enkel und Vorsitzender der Bartholomäus- Koßmann-Stiftung.
Anmeldung: Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich. Einlass ab 18:00 Uhr.
Veranstalter: Bartholomäus-Koßmann-Stiftung in Kooperation mit der Union Stiftung und der Gemeinde Eppelborn

