Die Pirmasenser Bombenaffären in der späten Weimarer Republik
mit Nils Rath (Universität Trier)
Nils Rath, Masterstudent der Geschichte an der Universität Trier und wissenschaftliche Hilfskraft an der Forschungs- und Dokumentationsstelle SEAL, widmet sich in seinem Vortrag den sogenannten „Pirmasenser Bombenaffären“ der frühen 1930er Jahre. Die spektakulären Sprengstofffunde bei Pirmasenser Kommunisten und kurz darauf bei führenden pfälzischen Nationalsozialisten sorgten damals für landesweite Schlagzeilen. Sie geben einen spannenden Einblick in die politischen und gesellschaftlichen Spannungen der späten Weimarer Republik.
Im Mittelpunkt des Vortrags stehen die Dynamiken lokaler Gewaltgemeinschaften und deren politische Radikalisierung vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und sozialen Krisen der 1920er Jahre in Pirmasens. Anhand der beiden „Pirmasenser Bombenprozesse“ beleuchtet der Referent zudem, wie die Justiz mit politischer Gewalt und extremistischen Milieus in der Endphase der Weimarer Republik umging.
Nils Rath stieß im Rahmen seiner wissenschaftlichen Tätigkeit zufällig auf bislang wenig beachtete Quellen zu den Bombenaffären, die den Ausgangspunkt für seine weiteren Forschungen bildeten. Sein Vortrag verbindet fundierte historische Analyse mit anschaulicher Darstellung und lädt dazu ein, ein zentrales, aber oft übersehenes Kapitel der lokalen und nationalen Geschichte neu zu entdecken.
Der Eintritt ist frei.

