In „Karoline erzählt“ stellt die städtische Gästeführerin Claudia Ginkel das Leben und Wirken von Karoline von Hessen-Darmstadt (1721‒1774) vor – und dies thematisch passend im zeitgenössischen Kostüm.
Vor genau 305 Jahren geboren, prägte Karoline von Hessen-Darmstadt wie kaum eine andere Frau ihrer Zeit das politische und gesellschaftliche Leben. So nannte
sie Johann Wolfgang von Goethe „die große Landgräfin“, eine Bezeichnung, die ihr über den Landgrafen Ludwig IX. zukam. Mit dem Stadtgründer von Pirmasens war sie seit 1741 verheiratet.
Im Stadtmuseum Altes Rathaus geben originale Auszüge aus Briefen tiefere Einblicke in ihre Gedankenwelt, aber auch in die Beziehung zu Ludwig IX. Mit ihm führte sie eine für ihre Zeit eher untypische Ehe. Vor allem ihre musischen Interessen standen im Widerspruch zu denen ihres Ehemanns. Dieser widmete sich lieber seiner Soldatenstadt Pirmasens und dem Exerzieren und Uniformieren seiner Soldaten.
Nach anfänglicher Liebe, die sich in den Briefen zeigt, führten Ludwig und Karoline vermutlich wohl eine Vernunftehe. Dies ließ Karoline, die sich mehr am Darmstädter Hof aufhielt als in Pirmasens, die Freiräume, die sie zur prägenden Figur ihrer Zeit machten. Durch ihre Heiratspolitik wurde sie zur Stammmutter des preußischen und niederländischen Königshauses.
Treffpunkt ist um 14.30 Uhr im Landgrafensaal des Stadtmuseum Altes Rathaus, Hauptstraße 26. Kosten: 7 Euro pro Person jeweils zzgl. Eintritt von 2,50 Euro, Kinder bis 14 Jahre nehmen gratis teil. Um Anmeldung beim S

