mit Christine Girardet, Universität des Saarlandes
Aus dem Gebiet des heutigen Saarlandes sind aus schriftlichen Quellen etwa 24 römische Goldmünzen bekannt. Drei dieser Münzen stammen aus dem Bereich des römischen Vicus Wareswald: ein in der Antike gefälschter Aureus aus der Zeit Kaiser Hadrians (117–138 n. Chr.), der bei den Ausgrabungen zutage kam, sowie zwei bereits im 19. Jahrhundert bekannte goldene Solidi Valentinians III. (425–455 n. Chr.). Die Schaumbergregion weist insgesamt eine bemerkenswerte Dichte dieser hochwertigen Prägungen auf.
Der Vortrag widmet sich einerseits der Thematik antiker Münzfälschungen und andererseits der in der Forschung kontrovers diskutierten Frage nach dem Umfang und der Funktion von Goldprägung innerhalb des römischen Währungssystems, insbesondere im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung des Römischen Reiches. Darüber hinaus wird der Wandel im Goldumlauf mit der Einführung des Solidus in der Spätantike thematisiert.
Die Referentin Christine Girardet studierte Geschichte mit Schwerpunkt Alte Geschichte und Klassische Philologie, war lange Jahre in der Lehre tätig und bearbeitet derzeit am Lehrstuhl für Alte Geschichte an der Universität des Saarlandes ein Projekt zur Bestimmung und Interpretation der Fundmünzen der Ausgrabung im Wareswald.
Anmeldung: nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

