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Führung Jüdischer Friedhof Ottweiler - „Gräber sind Wege in die Vergangenheit.“
Sonntag, 1. Mai 2022, 17:00
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Kontakt Kreisvolkshochschule Neunkirchen

Führung Jüdischer Friedhof Ottweiler - „Gräber sind Wege in die Vergangenheit.“

 

2021 erinnerten zahlreiche Veranstaltungen an „1700 Jahre jüdisches Leben in
Deutschland“. Gemessen an diesem langen Zeitraum währte die Existenz der jüdischen
Gemeinde Ottweiler nur wenige Jahre, nämlich von 1777 bis 1940. Einzig der jüdische
Friedhof Ottweilers blieb als authentisches Zeugnis ehemaligen jüdischen Lebens erhalten
und konnte damit zum Ausgangspunkt für die Erforschung der Entstehung und Entwicklung
jüdischen Lebens in Ottweiler genutzt werden. Die erhaltenen Grabmale bestätigen die
Aussage eines Rabbiners zur Funktion des Grabes: „Noch ehe das Gesetz den Grabstein
vorgeschrieben, ist er von der Pietät erdacht worden zur Erinnerung an die Entrissenen
und zum Schutz des Grabes.“ Dank der Tatsache, dass der jüdische Friedhof Ottweilers in

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der NS-Zeit nicht zerstört wurde,
vermag die Führung über den
jüdischen Friedhof die „Erinnerung
an die Entrissenen“ mit Leben zu
erfüllen:
Die Grabmale der Familien
COBLENZ – Albert – LEVY –
WEILER – SALM ermöglichen nicht
nur, die Leistungen dieser Familien
im politischen, wirtschaftlichen,
gesellschaftlichen und kulturellen
Leben Ottweilers im 19. und
beginnenden 20. Jahrhundert ins
Bewusstsein zu rufen, sondern sie
führen uns zugleich Entstehung, Wachstum, Niedergang und gewaltsame Auslöschung des jüdischen Lebens sowie das
Scheitern eines Neubeginns nach 1945 vor Augen.
Mit der gewaltsamen Vernichtung jüdischen Lebens auch in Ottweiler einher ging ein
Verlust an Kenntnissen religiöser und kultureller Werte, die das Judentum prägten. Die
erhaltenen Grabmale mit ihren Symbolen geben uns die Möglichkeit, religiöse
Grundüberzeugungen des Judentums zumindest ansatzweise anzusprechen, da sie u.a. in
den Grabsymbolen zum Ausdruck gebracht werden.

Jüdisches Leben ist aus dem Alltag Ottweilers völlig verschwunden, aber dennoch ein nicht
unwesentlicher Bestandteil der Stadtgeschichte. Deshalb bemüht sich die Führung, einen
Beitrag „Gegen das Vergessen“ der Geschichte der jüdischen Gemeinde Ottweilers zu
leisten.
Um die Führung durchführen zu können, müssen die am 1. Mai geltenden gesetzlichen
Regelungen infolge der Corona-Pandemie beachtet werden. Deshalb ist für eine Teilnahme
eine Anmeldung bei der KVHS notwendig.
Anmeldungen nehmen die KVHS Geschäftsstelle Ottweiler sowie der Referent Hans-
Joachim Hoffmann entgegen:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - 06824 906 4121
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - 06824 906 4170
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Name und Telefonnummer werden 4 Wochen lang zur etwaigen Nachverfolgung von
Infektionsketten gespeichert.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Teilnahme an diesen Führungen auf eigenes
Risiko erfolgt. Insofern stellen die TeilnehmerInnen sowohl den Landkreis Neunkirchen als
Träger der KVHS als auch die Synagogengemeinde Saar, das Stadtgeschichtliche
Museum Ottweiler und den Referenten von etwaigen Ansprüchen für entstandene
Schäden frei.

Ort Jüdischer Friedhof Ottweiler Treffpunkt: Aufgang zum Friedhof in der Straße Maria-Juchacz-Ring
Jüdischer Friedhof Ottweiler
Treffpunkt: Aufgang zum Friedhof in der Straße Maria-Juchacz-Ring (aus Richtung
Schwimmbad kommend: Kreuzung Karl-Marx-Straße/Maria-Juchacz-Ring: rechts
abbiegen - nach ca. 80 m linker Hand Aufgang zum Friedhof) Dauer: ca. 1 ½ Stunde