Terminkalender

Letzte Führung über den Jüdischen Friedhof 2020
Sonntag, 18. Oktober 2020, 16:00 - 17:30
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Kontakt KVHS Neunkirchen in Kooperation mit der Stadt Ottweiler, dem Stadtgeschichtlichen Museum Ottweiler und der Synagogengeme

Letzte Führung über den Jüdischen Friedhof 2020

 

„Gräber sind Wege in die Vergangenheit.“ Mit dieser Feststellung eröffnet Leena Ruuskanen ihre 1992 erschienene Dokumentation „Der Heidelberger Bergfriedhof. Kulturgeschichte und Grabkultur. Ausgewählte Grabstätten“. Um diesen Weg in die historische Vergangenheit Ottweilers, insbesondere in die endgültig 1940 einsetzende Vergangenheit der jüdischen Gemeinde Ottweiler, mitzugehen, bieten Klaus Burr und Hans-Joachim Hoffmann interessierten Besuchern die Führung über den jüdischen Friedhof Ottweiler an.

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Prof. Dr. Michael Brocke, der Leiter des Steinheim-Instituts Duisburg, sieht in den jüdischen Friedhöfen ein steinernes Archiv, das zu lesen unser Bemühen sein sollte. Denn wenn man „einen Friedhof als geschichtlich gewolltes und gewordenes Ganzes zu studieren und alle einzelnen Elemente seiner Schrift- und Zeichensprache zu entziffern (sucht), [...] so wird man der versteinerten Lebensgeschichte einer Gemeinde gerecht.“
Einzelne Elemente der Schrift- und Zeichensprache stellen die Referenten bei dieser Führung in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen:
Das Grabmal Abraham Kahn nehmen sie zum Ausgangspunkt ihrer Erläuterungen. Denn auf ihm findet sich ein Symbol, dessen Bedeutung wahrscheinlich vielen unbekannt sein wird: die segnenden Hände. Zu diesem Symbol verfasste die Ottweiler Bürgerin Claude Meissner anlässlich eines früheren Besuches mit einer jüdischen Bekannten auf dem jüdischen Friedhof Ottweilers einen Dialog, den Hans-Joachim Hoffmann in seine Broschüre „Der Jüdische Friedhof Ottweiler“ übernahm. In Wechselrede werden die Referenten diesen Dialog auszugsweise vortragen, um die Bedeutung dieses Grabsymbols den Besuchern nahe zu bringen.
Abgerundet wird die Führung durch Hinweise auf die Entwicklung der jüdischen Gemeinde, verbunden mit Hinweisen zu einzelnen jüdischen Familien Ottweilers und ihren Grabmalen. Am Ende können die Besucher ungezwungen den jüdischen Friedhof begehen; die Referenten stehen bereit, sich daraus ergebende Fragen zu beantworten.
Zur Aufarbeitung der NS-Zeit und zur Erinnerung an die letzten jüdischen Bewohner Ottweilers verfasste Hans-Joachim Hoffmann die Dokumentation „Seid vorsichtig mit der

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Obrigkeit...! Beitrag zur Erinnerungskultur und Lokalgeschichte Ottweilers“. Dieses 405 Seiten umfassende Buch (ISBN 978-3-946313-01-4) kann zum Preis von € 19.80 erworben werden bei:
Hans-Joachim Hoffmann, Adolf-Kolping-Weg 7, 66564 Ottweiler (06824-7990)
Sparkasse Neunkirchen, Filiale Wilhelm-Heinrich-Straße, 66564 Ottweiler
Presse-Shop Ottweiler, Fabio Vitello, Wilhelm-Heinrich-Straße 13, 66564 Ottweiler.
Henn’sche Buchhandlung Köhler, Enggass, 66564 Ottweiler
Um die Führung durchführen zu können, müssen die gesetzlichen Beschränkungen infolge der Corona-Pandemie beachtet werden. Die KVHS übernimmt die organisatorisch vorgeschriebenen Maßnahmen. Deshalb ist für eine Teilnahme eine Anmeldung bei der KVHS notwendig (erwünscht bis Mittwoch, 14.10.2020, 12.00 Uhr). Anmeldungen nehmen die KVHS Geschäftsstelle Ottweiler sowie der Referent Hans-Joachim Hoffmann entgegen:
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Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! – 06824 – 7990
Zugleich verweisen wir darauf, dass die Teilnahme auf eigenes Risiko erfolgt. Weder die Synagogengemeinde Saar noch die Stadt Ottweiler/das Stadtgeschichtliche Museum Ottweiler und die KVHS/die Referenten übernehmen irgendwelche Haftungen.
Die TeilnehmerInnen akzeptieren mit ihrer Teilnahme jeden Haftungsausschluss der zuvor genannten Itionen und Personen.
Termin: Sonntag, 18.10.2020
Uhrzeit: 16.00 Uhr
Treffpunkt: Aufgang zum Friedhof in der Straße Maria-Juchacz-Ring (aus Richtung Schwimmbad kommend: Kreuzung Karl-Marx-Straße/Maria-Juchacz-Ring: rechts abbiegen - nach ca. 80 m linker Hand Aufgang zum Friedhof) Dauer: ca. 1 ½ Stunde

Ort Jüdischer Friedhof Ottweiler, Maria-Juchacz-Ring