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Markus Walter hat zu diesem Thema eine umfangreiche 144 seitige Broschüre erstellt, die in der HVSN - Reihe „Als alles noch in Sütterlin geschrieben wurde“ am 6. Oktober vorgestellt wird und die zum Preis von 6,90 € erworben werden kann.

Mit dem Zusammentreten der Generalstände am 5. Mai 1789 in Versailles nahmen historische Ereignisse ihren Lauf, die in den folgenden Jahren das Leben der Menschen in großen Teilen Europas beeinflussen sollten. Der Unmut der einfachen Bürger in Frankreich mündete schon bald in Widerstand und auch Aufruhr. Die französische Revolution hatte begonnen.

Dass die Geschehnisse in Frankreich auch Auswirkungen auf die Saargegend haben würden, wurde den herrschaftlichen Familien der Region schon im August des Jahres bewusst, als auch hier das Volk begann Forderungen zu stellen.

Über die Folgen der Französischen Revolution in der Saarregion gibt es zahlreiche ältere als auch neuere Abhandlungen. Leider gibt es jedoch nur wenige Darstellungen, die sich mit der Entwicklung in Neunkirchen und Umgebung befassen.

Aber auch hier haben sich Spuren erhalten, über die es sich zu berichten lohnt. Dies gilt sowohl für die Zeit in den Jahren 1789 / 1790 in der die Untertanen auch im Oberamt Ottweiler den Fürsten mit ihren Forderungen konfrontierten, als auch für die Jahre ab 1792 in denen französische Besetzung, die Flucht der fürstlichen Familie, Truppeneinquartierungen und selbst kriegerische Ereignisse zu den Geschehnissen in der Region zählen. An Hand deutschsprachiger als auch französischer Quellen soll versucht werden diesen Spuren zu folgen und beispielhaft wichtige Entwicklungen in dieser Zeit anzusprechen.

Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass sich selbst zu scheinbar bekannten Ereignissen wie der Flucht der fürstlichen Familie aus dem Schloss Jägersberg in Neunkirchen im Mai 1793 noch bisher unbekannte oder vergessene Details entdecken lassen. Gerade für die Geschichte Neunkirchens sollte dieses einschneidende Ereignis, das letztendlich das Ende der Herrschaft des Fürstenhauses Nassau-Saarbrücken bedeutete, nicht nur nicht in Vergessenheit geraten, sondern auch die tatsächlichen Umstände geklärt und bewahrt werden.

Auch finden sich mehr Quellen zu den kriegerischen Ereignissen im Raum Neunkirchen in den Monaten August und September 1793 als bisher allgemein angesprochen werden. Dies soll an einem Beispiel eingehend gezeigt werden.

Abschließend widmet sich der Vortrag auch einzelnen Geschehnissen, die sich in den ersten Jahren der französischen Besetzung des Landes in Neunkirchen ereigneten. Erleben sie die spannenden Momente der Flucht des Fürstenpaares und den waghalsigen Sprung des Kronprinzen  über die Gartenmauer vor den anrückenden Franzosen.

Die Präsentation führt in eine Zeit in der das Dorf Neunkirchen mehr durch seine Schlösser und die fürstliche Präsenz geprägt war als durch Kohle und Stahl und beschreibt das Ende dieser Ära. Insofern gibt er einen Einblick in einen Teil der Geschichte Neunkirchens von dem sich nur wenige Spuren bis in die jüngste Zeit erhalten haben.

Die Broschüre kann nach dem Erscheinen beim Hiostorischen Verein Neunkirchen (während der Öffnungszeiten, Donnerstags 16-18 Uhr in der Geschäfsstelle in der Irrgartenstraße 18) oder beim 1. Vorsitzenden Wolfgang Melnyk direkt erworben werden.