Karl Werner Desgranges, Vorsitzender des Heimatkundlichen Vereins Warndt (HVW), hat vor wenigen Wochen eine neue Publikation über den Warndt vorgestellt. Mit dem Titel „Ein Segen für den Warndt“ hat der Großrosseler Heimatforscher Erich König, der selbst im Warndt geboren ist und dort lebt, ein Buch geschrieben, an dem er fünf Jahre lang gearbeitet hat. König: „Ich habe mir gesagt: Diesen aufrechten Frauen, die ihr ganzes Leben dem Nächsten gewidmet haben, muss man ein Denkmal setzen.“

Im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert wandeln sich die Dörfchen im Warndt, diesseits und jenseits der Grenze, binnen weniger Jahrzehnte, von verschlafenen Weilern zu expandierenden und pulsierenden Industriestandorden. Eine Entwicklung, der weder die soziale, medizinische, religiöse noch sonstigeVersorgung zunächst gerecht werden: Es entstehen zwar in Völklingen und in Petite Rosselle Krankenhäuser, es lassen sich auch in Großrosseln die ersten Ärzte und Apotheker nieder, auf den Dienst der selbstlos tätigen Franziskanerinnen können die hier lebenden Menschen dennoch kaum verzichten.
Autor König beschreibt, wie zunächst eine bescheidene Station für sieben Schwestern und später daraus das bis heute stattliche Franziskusheim entstanden –mit Spillschuul (Kindergarten), Koch- und Nähschule sowie stationärer und ambulanter Krankenpflege für die Bewohner der Warndtdörfer auf beiden Seiten der Grenze.


Das Buch über die Franziskanerinnen in Großrosseln enthält zahlreiche historische Fotos in Schwarzweiß und Farbe. Es kostet 19,50 Euro und ist beim Autor König, Telefon 0 68 09 - 6995, bei Schreibwaren Bachelier in Großrosseln und bei Karl Werner Desgranges vom HVW, Telefon 0 68 98 - 4 19 84, erhältlich.