Erinnerungskultur - Gedenktafel auf dem Rothenkopf

 

Auf dem St. Ingberter Rothenkopf trafen die Banngrenzen von Hassel (Herzogtum Pfalz-Zweibrücken), Reichenbrunn (Kloster Wadgassen/Nassau Saarbrücken) und St. Ingbert (Grafschaft von der Leyen) aufeinander. Der 1768 gesetzte Grenzstein existiert nicht mehr.
Als Vertreter der Heimatvereine aus St. Ingbert, Oberwürzbach und Hassel nach dem exakten Standort des Bannsteins suchten, stießen sie auf zahlreiche Bombentrichter, die am 16. Juli 1944 bei einem Bombenangriff auf das Südviertel der Stadt St. Ingbert und den sog. Himbeerwald auf dem Rothenkopf entstanden waren, wo an diesem warmen und sonnigen Sonntag Himbeerpflücker unterwegs waren.
Dazu erklärt Konrad Weisgerber, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins St. Ingbert: „Der Bombenhagel war nicht angekündigt und traf die St. Ingberter damit noch schlimmer als die geplanten Angriffe, vor denen sie sich schützen konnten. Ein tragisches Ereignis, das nicht vergessen werden darf“.
Zur Erinnerung an dieses tragische Ereignis, bei dem 13 St. Ingberter Bürger und Bürgerinnen, darunter 5 Kinder, ums Leben kamen, wurde am 16. Juli 2022, also exakt 78 Jahre nach dem Bombenangriff, auf dem Rothenkopf ein Gedenkstein enthüllt. Der Gedenkstein, auf dem eine erklärende Tafel angebracht ist, sowie die noch vorhandenen Grenzsteine in diesem Wald sind über die Parkplätze am Betzental oder an der Autobahnauffahrt in der St. Ingberter Straße zugänglich.

Clipboard18

Clipboard19