Neuerscheinungen - Blickpunkt Schule - Schlaglichter auf Mainzer Entwicklungen im Spiegel der Zeitgeschichte

Buch zeigt Entwicklung und Wandel Mainzer Schulen vom Kaiserreich über den Nationalsozialismus bis in die Nachkriegsjahre

 

Schulen sind ein unmittelbarer Spiegel des gesellschaftlichen und vor allem politischen Zeitgeschehens mit enormer Wirkung auf alle Lebensbereiche. Es lohnt sich also, anhand zahlreicher Fragestellungen die strukturelle und personelle Entwicklung von Bildungsanstalten in der Geschichte am Beispiel der Stadt Mainz genauer zu betrachten.

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Blickpunkt Schule
Schlaglichter auf Mainzer Entwicklungen im Spiegel der Zeitgeschichte
Hedwig Brüchert u. Hans Berkessel, € 18,00 (D) / € 18,50 (A), 184 Seiten, 40 Abbildungen, Format 14,5 x 21 cm gebunden
ISBN: 978-3-96176-168-5

 

Der Band Blickpunkt Schule (ET: 29. November 2021, Nünnerich-Asmus Verlag), schildert den Strukturwandel im historischen Kontext mit Fokus auf dem Kaiserreich, der Weimarer Republik, dem Nationalsozialismus und den Nachkriegsjahren.
Das Buch erscheint als Band 16 der Mainzer Geschichtsblätter. Wie wurden Reformschulkonzepte in Mainz entwickelt und umgesetzt? Warum entstanden Realgymnasien neben den traditionellen humanistischen Gymnasien? Was hieß es für ein Mädchen, im Frühjahr 1933 Abitur zu machen?
Welchen Einfluss hatte ein von der NS-Ideologie überzeugter Lehrer auf seine Schüler? Warum lehnten die Rheinhessen 1947 die Schulartikel der rheinland-pfälzischen Verfassung ab?
Bestückt mit zahlreichen historischen Bildern, beantworten die Beiträge in diesem Sammelband diese Fragen und zeigen beispielsweise, wie im Kaiserreich der Reformschulgedanke und in den Jahren der Weimarer Republik die Idee einer demokratischen Schule auch in Mainz eine Blüte erlebten, bevor sie 1933 in der NS-Diktatur wieder erstickt wurden.
Es dauerte bis in die 1970er Jahre, bis die Ideen von gleichen Bildungschancen für alle Kinder in der Debatte um die Gründung von Integrierten Gesamtschulen wieder aufgegriffen wurden. Mit seinen zahlreichen und vielschichtigen Essays fasst das Buch die Wechselwirkung zwischen Gesellschaft, Politik und Schule im 20. Jahrhundert am Beispiel von Mainz zusammen.
Die Mitherausgeberin Hedwig Brüchert, Dr. phil., geb. 1945 in Leitmeritz (Böhmen), absolvierte ihr Studium der Mittleren und Neueren Geschichte, Soziologie und Pädagogik in Mainz, promovierte 1993, und war von 1995 bis 2012 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz tätig.
1983 Mitgründerin und Vorsitzende des Vereins für Sozialgeschichte Mainz e. V. (bis 2011), Mitherausgeberin der Mainzer Geschichtsblätter, seit 2000 ehrenamtliche Mitwirkung am Aufbau des Stadthistorischen Museums Mainz, Mitgründerin der Stiftung Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz Mainz; Mitarbeit an stadtgeschichtlichen Ausstellungen, regionalhistorische Forschung und Publikationen zur städtischen Sozialpolitik, zu Frauen in der Nachkriegszeit, zur Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs und zur Geschichte der Mainzer Jüdinnen und Juden im 20. Jahrhundert.
Hans Berkessel, geb. 1955 in Montabaur/Westerwald, absolvierte sein Studium der Germanistik, Geschichte, Politikwissenschaft und Publizistik ebenfalls in Mainz, ist StD i. R., Historiker und Pädagoge, ehem. Lehrer und Regionaler Fachberater Geschichte Rheinhessen (bis 2015), freier Mitarbeiter am Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e. V. (IGL) mit den Arbeitsschwerpunkten Demokratiegeschichte, jüdische Geschichte und regionale Zeitgeschichte.

Berkessel ist Mitherausgeber der IGL-Reihen Beiträge zur Geschichte der Juden in Rheinland-Pfalz und Mainzer Beiträge zur Demokratiegeschichte, der Mainzer Geschichtsblätter und des Jahrbuchs für Demokratiepädagogik sowie Mitbegründer und Vorsitzender des Vereins für Sozialgeschichte Mainz e. V. und der Stiftung Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz Mainz.
Bei Rückfragen: Nünnerich-Asmus Verlag & Media GmbH Krämerstraße 25 55276 Oppenheim Lea-Marie Rabe 06133-98990-32 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!