Arbeitsgruppe „Mundart“ beim VLS - Die Arbeitsgruppe „Mundart“ nimmt ihre Arbeit auf

 

Die Gründung der Arbeitsgruppe „Mundart“ ist eng verbunden mit den Aktivitäten des VLS im Rahmen des Projekts „Das Saarland in Platt“, das vom Umweltministerium gefördert und von den Medien begleitet wird.
Ziel dieses ehrgeizigen Projekts ist die Erstellung einer von Bernd Kissel künstlerisch gestalteten und mit Wahrzeichen und Sagengestalten ausgeschmückten interaktiven Saarlandkarte („Kaat von Dahämm“), auf der durch Anklicken einer beliebigen saarländischen Ortschaft ein ca. 3-minütiger Einspieler mit der dort gesprochenen Mundart abgerufen werden kann.

Clipboard10

Die Audioaufnahmen der Mundartbeiträge werden vom VLS in einem eigens dafür konstruierten kleinen „Tonstudio“ in der Geschäftsstelle in St. Wendel durchgeführt, die in den letzten Monaten so etwas wie eine Anlaufstelle für Freunde und Freundinnen der saarländischen Mundart(en) geworden ist.
Durch die Gründung der Arbeitsgruppe „Mundart“ wollen wir nicht nur diesen Personenkreis fester an uns binden, sondern darüber hinaus allen an Mundart interessierten Menschen eine Heimstatt bieten,
an der sie Mundarttexte vortragen (evtl. auch aufzeichnen lassen) und Ideen oder Erinnerungen austauschen können.
Angedacht sind u.a.:
- Monatliche Treffen von Mundartfreunden in der Geschäftsstelle des VLS
(Die Treffen sollen jeden 3. Donnerstag im Monat, jeweils ab 18.00 Uhr stattfinden)
- Organisation und Durchführung von öffentlichen Mundartlesungen
- Unterstützung von Theateraufführungen auf Mundartbühnen
- Unterstützung von mundartlichen Musikbeiträgen
Weitere Anregungen nehmen wir gern entgegen.
Das erste Treffen der Arbeitsgruppe Mundart ist für Donnerstag, den 21. Juli 2022, ab 18.00 Uhr in der VLS Geschäftsstelle im Bahnhof in St. Wendel vorgesehen.
Bitte wenden Sie sich an:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Erinnerungskultur - Weitere Heidenfriedhöfe im Saarland?

Hans-Joachim Hoffmann und Klaus Ollinger treffen sich auf dem „Kommunalen Friedhof“ in Ottweiler

 

Die in der VLS INFO vom 01. Juni 2022 erschienene Berichterstattung über die feierliche Übergabe des Wahlschieder „Heidenfriedhofs“ am 22. Mai 2022 und die darin zitierte Darstellung der „Saarbrücker Zeitung“ (Ausgabe vom 22.05.2022), wonach „der ‚Heidenfriedhof‘ im Heusweiler Ortsteil Wahlschied … einzigartig im deutschsprachigen Raum, vielleicht in ganz Mitteleuropa“ sei, hat eine Debatte über die Existenz weiterer „Heidenfriedhöfe“ im Saarland ausgelöst.
Hans-Joachim Hoffmann verweist in der VLS INFO vom 15. Juni 2022 auf den „Paritätischen“ oder „Kommunalen Friedhof“ in Ottweiler, der alle Kriterien eines sog. „Heidenfriedhofs“ erfüllt und somit das in der SZ für den Wahlschieder Heidenfriedhof reklamierte „Alleinstellungsmerkmal“ in Frage stellt.
Am 14. Juni 2022 trafen sich Klaus Ollinger, der die Wiederherstellung des Wahlschieder „Heidenfriedhofs“ initiierte und eine Broschüre über seine Geschichte und die Sanierungsarbeiten veröffentlichte, und Hans-Joachim Hoffmann auf dem „Kommunalen Friedhof“ in Ottweiler. Die beiden Fachleute inspizierten die noch erhaltenen Grabsteine und unterhielten sich angeregt über Friedhofs- und Erinnerungskultur. Ollinger zeigte sich auch beeindruckt vom angrenzenden jüdischen Friedhof.

Clipboard09

In einer ersten Bewertung kamen die beiden Experten überein, dass es im Saarland wohl mehrere sog. Heidenfriedhöfe gibt, die aber größtenteils bis zur Unkenntlichkeit verfallen oder einfach in Vergessenheit geraten sind.
Beide halten es für sinnvoll, die Debatte fortzusetzen und bitten die Leser der VLS INFO um Antwort auf die Frage:
In welchen Orten des Saarlandes existier(t)en ebenfalls sog. „Heidenfriedhöfe“?
Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Text und Fotos: Günter Groß