Terminkalender

Ausstellungseröffnung "NS-Psychiatrie in der Pfalz"
Freitag, 26. Mai 2017, 18:30
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NS-Psychiatrie – das bedeutete Zwangssterilisationen von Klinikpatienten sowie von Bewohnerinnen und Bewohnern von Städten und Dörfern ab 1934, das bedeutete staatlich organisierter und heimlich durchgeführter Krankenmord von 1940 bis 1941, Deportation und Ermordung unerwünschter Patientengruppen in Tötungsanstalten, Sterben in „Heil- und Pflegeanstalten“ wie z.B. Klingenmünster aufgrund bewusster Mangelernährung in den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges.

Nach dem Krieg wurde lange behauptet, die Klinik Klingenmünster sei von „Euthanasie“ nicht betroffen gewesen. Erst ab 1989 wurden wissenschaftliche Forschungen durchgeführt, 2009 lag schließlich eine umfassende Darstellung vor. 

Dabei entstand auch die Ausstellung „NS-Psychiatrie in der Pfalz“, die der Heimat- und Kulturverein Ostertal in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein der Pfalz, Kreisgruppe Kusel, jetzt in Konken zeigt.

16 Tafeln mit Texten, historischen Dokumenten und Bildern beleuchten die Vorgänge am Beispiel der damaligen „Heil- und Pflegeanstalt“ Klingenmünster und verdeutlichen die menschenverachtenden Konsequenzen, die die Unterscheidung zwischen vermeintlich „wertvollen“ und „minderwertigen“ Menschen in der NS-Psychiatrie hatte.

Am Freitag, dem 26. Mai 2017, 18.30 Uhr, wird die Ausstellung eröffnet mit einem Vortrag von Christiane Sprenger, Mitglied des Ausschusses für Gedenkarbeit am heutigen Pfalzklinikum Klingenmünster.

Am Freitag, dem 02. Juni 2017, 18.30 Uhr, spricht an gleicher Stelle Hans Kirsch aus Selchenbach über „Zwangssterilisation und Euthanasie im Kreis Kusel“. Kirsch hat das Thema u.a. anhand von Akten des Gesundheitsamtes Kusel für die „Chronik des mittleren Ostertals“, Band 4, erforscht. 

Ort Konken, Gasthaus Gerlach