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Bei herrlichem Frühlingswetter fand unter der Leitung von Friedrich Denne und Armin Bettinger die erste Studienfahrt des VLS im Jahre 2017 statt. Am Samstag, dem 08.04. ging mit einem Bus der Firma Schmidt von Marpingen los. 35 Mitglieder und Freunde des Vereins hatten sich angemeldet. Nach einer Einführung zum Thema von Armin Bettinger ("Warum siedelten die Römer in unserer Gegend") war der erste Stop das römische Mosaik und die Villa in Nennig. Immer wieder sehenswert ist dieses tolle römische Mosaik. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz wurde anhand archäologischer Funde ein Computer-Modell der Villa in Nennig erstellt. Dadurch kann man einen Eindruck von der Größe dieses Prachtbaus bekommen. Weiter ging die Fahrt zur Villa nach Borg.

Von der archäologischen Leiterin, Frau Dr. Bettina Birkenhagen, der Anlage erhielten wir eine sehr interessante, fundierte zweistündige Führung durch die Anlage. Frau Dr. Birkenhagen hat sich extra an ihrem freien Samstag Zeit für uns genommen. Dafür herzlichen Dank! Die Villa in Borg ist einzigartig weltweit, nicht einmal in Italien findet man ähnlich gut erhaltene Bauwerke. Interssanterweise kommt beispielsweise das italienische Fernsehen nach Borg um Dokumentationen über römisches Leben realitätsnah zu filmen. Ein Highlight war sicherlich die Demonstration römischer Glasbläser-Technik auf dem Gelände. Mit den gleichen Materialien, Techniken und Öfen wie vor rund 2000 Jahren werden hier Glaswaren hergestellt. Zum Abschluss kehrten wir in Mettlach im Brauhaus ein und verlebten noch ein paar Stunden bei guten Gesprächen. Alle Teilnehmer waren sich einig, einen sehr interessanten Tag erlebt zu haben. Weitere Bilder finden Sie unter dem Link "Bilder"

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Die Aufarbeitung saarländischer Wirtschaftsgeschichte ist ein Meilenstein im Jahresprogramm des VLSIn diesem Jahr war es durch die Vermittlung des Leiters der AG "Wirtschaftsgeschichte" im VLS, Herr Rolf Dinndorf, gelungen den ehemaligen Vorstandsvoristzenden und Vorsitzenden des Aufsichtsrates von V&B, Herrn Wendelin von Boch zu einem Wirtschaftsgespräch zu gewinnen. Am 01.04.2016 trafen sich die Mitglieder am Haupttor von V&B in Mettlach und wurden von zwei Gästeführern durch die herrliche Ausstellung von V&B geführt. Dabei wurden auch die aktuellen Produktionsprozesse sachkundig vorgestellt. Im Anschluss begab sich die Gruppe zum Gästehaus von V&B, dem ehemaligen Wohnhaus der Familie Boch, Schloß Saareck, auf der gegenüberliegenden Saarseite.Dort begrüßte uns Herr Wendelin von Boch. In seinem sehr interessanten Vortrag schilderte er an 4 Fallbeispielen, wie sich das Unternehmen immer wieder großen neuen Herausforderungen gegebünber sah und diese innovativ meisterte. Seien es die Wirren der französischen Revolution, der Verlust von Produktionsanlagen in Ost-Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg oder die Veränderungen des Kundengeschmackes, das Unternehmen hat sie stets - auch mit Einbeziehung der Mitarbeiter - gemeistert. In der heutigen Zeit sieht sich das Unternehmen mit der fortschreitenden Globalisierung (Sanitärwaren aus Asien oder Osteuropa) und der immer schneller voranschreitenden Digitalisierung ("Industrie 4.0") konfontriert. Im Kundenumfeld wird heute weniger Wert auf gutes Geschirr beim Heiraten gelegt, das Geschäft mit den Hochzeitstischen in den Geschäften gibt es laut Herrn von Boch mit Ausnahme von Frankreich so gut wie gar nicht mehr. Daher hat das Unternehmnen mit der Strategie "The House of Villeroy & Boch" große Erfolg. Bei diesem Ansatz hat der Kunde beispielsweise bei der Neugestaltung eines Badezimnmers nur einen Ansprechpartner, nämlich V&B. Dort werden alle Aktivitäten und beteiligten Gewerke koordiniert. Komplette Lösung aus einer Hand - ohne Stress für den Kunden. Das Unternehmen sieht sich für die Zukunft gut gerüstet.